Forderungsmanagement & alternative Finanzierung

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Einkaufsfinanzierung - Finetrading

Einkaufsfinanzierung ist eine Webseite der atevis Aktiengesellschaft

Das Thema Einkaufsfinanzierung wird auch mit folgenden Begriffen belegt:

  • Wareneinkaufsfinanzierung
  • Finetrading 

Einkaufsfinanzierung bedeutet die Übernahme des Produkteinkaufs durch die Gesellschaft für Ihre Kunden, die Warenabnehmer sind.

Der Warenabnehmer sucht sich dabei sein gewünschtes Produkt beim Lieferanten aus.

Die finanzierenden Einkaufsgesellschaft wird informiert und bestellt das Produkt beim Lieferanten. Sie veräußert das Produkt an den Abnehmer und bezahlt den Lieferanten unverzüglich nach Rechnungsstellung unter Inanspruchnahme des Skontos.

Die Einkaufsgesellschaft übersendet eine Rechnung an den Abnehmer mit einem Zahlungsziel von bis zu 4 Monaten, in Einzelfällen darüber hinaus. 

Die wichtigsten Punkte einer Einkaufsfinanzierung sind: 

  • Sofortige Liquidität in Wachstumsphasen
  • Zur Überbrückung von Kapitalbindung
  • Zur Ergänzung von Kreditlinien
  • Zum Ausgleich von Saisonspitzen
  • Zur Verbesserung von Einkaufskonditionen

Einkaufsfinanzierung ist eine Spezialfinanzierungslösung, die erst in den letzten Jahren in Deutschland verstärkt Anwendung findet.

Einkaufsfinanzierer sind i.d.Regel bankenunabhängige Gesellschaften, die maßgeschneiderte Lösungen zur Einkaufsfinanzierung anbieten. 

Mit der Einkaufsfinanzierung vermeiden Sie finanzielle Engpässe und setzen Ihr Unternehmenskapital otpimal in der Liefer- und Vertriebskette ein. 

Sie sind in einer Branche tätig, die Produkte permanent auf Vorrat halten muss oder Sie haben große Aufträge die  einen hohen Materialanteil haben.

Schalten Sie eine Gesellschaft ein, die sich auf die Einkaufsfinanzierung spezialisiert hat und erweitern Sie Ihren finanziellen Spielraum – bankenunabhängig!

Der Einkaufsfinanzierer erwirbt für Sie die Ware beim Lieferanten. Diese erhalten Sie sofort und verarbeiten oder verkaufen sie weiter. Von dem Einkaufsfinanzierer erhalten Sie die Rechnung erst zeitverzögert.

Dadurch hat der Einkaufsfinanzierer die Funktion eines Zwischenhändlers. Und Sie verfügen damit über Zusatzliquidität, die vielseitig nutzbar ist.

   . . . zum vergrößern bitte anklicken.

Atevis bringt A und B zusammen . . . wir kennen den Markt!


Wie gewohnt verhandeln Sie den Waren-/Produkteinkauf inklusive Konditionen mit Ihrem Lieferanten und informieren diesen über die geplante Abwicklung mit dem Wareneinkaufsfinanzierer.

Ihr Lieferant erstellt sein Angebot für die mit Ihnen verhandelte Bestellung, wobei nun die Einkaufsgesellschaft Empfänger des Angebots ist und Ihr Unternehmen lediglich bei der Lieferanschrift oder als Projekt benannt wird.

Durch Übersendung des mit Ihnen bereits verhandelten Angebots vom Lieferanten an den Einkaufsfinanzierer wird der Bestellvorgang eingeleitet.

Auf Basis dieses Angebots werden wir Ihnen unser Abrufformular zusammen mit dem Lieferantenangebot übersenden. Sie überprüfen das Angebot auf Richtigkeit und senden das gegengezeichnete Abrufformular an die Einkaufsgesellschaft zurück und bestätigen damit die Annahme des Angebots.

Die Einkaufsgesellschaft wird daraufhin ihrerseits dem Lieferanten die Annahme des Angebots bestätigen und die Warenlieferung gemäß Angebot erfolgt direkt an Sie.

Die Rechnungsstellung des Lieferanten erfolgt an die Einkaufsgesellschaft. Sie erhalten von dieser das Formular “Wareneingangsbestätigung“, durch dessen Rücksendung Sie uns den ordnungsgemäßen Wareneingang bestätigen.

Die Einkaufsgesellschaft zahlt dem Lieferanten den Kaufpreis innerhalb der vereinbarten Skontofrist.

Sie erhalten von der Einkaufsgesellschaft die Weiterberechnung des Kaufpreises mit einem Zahlungsziel von 120 Tagen. Innerhalb des Zahlungsziels von 120 Tagen ist für Sie die Rückzahlung vollkommen flexibel. 

Der Wareneinkaufsfinanzierer wird gegenüber Ihren Lieferanten die externe Einkaufsabteilung. 

Einkaufsfianzierung | Wareneinkaufsfinanzierung

  • Finanzierung von Wachstumsphasen
  • Überbrückung von Kapitalbindung
  • Ergänzung von Kreditlinien
  • Erhöhung der Liquidität
  • Ausgleich von Saisonspitzen
  • Verbesserung von Einkaufskonditionen

Das Konzept

Die Wareneinkaufsfinanzierung bietet eine dauerhafte Alternative zu den bestehenden Kontokorrentrahmen oder eine Erweiterung der aktuell bestehenden Banklinien.

Gerade durch die enormen Veränderungen, die sich durch „Basel II + Basel III“ (neue internationale Eigenkapitalregeln für Banken) bei der Kreditvergabe der Banken ergeben, ist es für mittel-ständische Unternehmer wichtiger denn je, sich eine funktionierende Finanzierungsalternative aufzubauen.

Unternehmensfinanzierung im Umbruch

Darstellung eines alternativen Finanzierungsinstruments zur Finanzierung des Working Capital,

Die Finanzierung des deutschen Mittelstandes ist ein in den letzten Jahren an Brisanz stetig wachsendes Thema. Feststellen lässt sich heute, dass sich die Anforderungen an die zu finanzierenden Unternehmen in den letzten Jahren erhöht haben und sich mit Sicherheit in den nächsten Jahren weiterhin erhöhen werden.

Die gute Bonität eines Unternehmens muss zukünftig bei der Planung eines erfolgreichen Unternehmenskonzeptes einen noch höheren Stellenwert einnehmen, als dies in der Vergangenheit schon der Fall war. 

. . . auch Finetradiung genannt

So sollte auf eine 

  • hohe Eigenkapitalquote, einen
  • hohen Kapitalrückfluss, einer guten
  • Gesamtkapitalrentabilität und guten
  • Liquiditätskennzahlen Wert gelegt werden.

Weiterhin erscheint es für viele deutsche Unternehmen ratsam, sich bezüglich ihrer Finanzierung neu zu orientieren und dem internationalen Trend zu folgen, alternative Finanzierungsinstrumente (z.B. Factoring) zu prüfen und in Anspruch zu nehmen.

Gefragt sind pragmatische Lösungen. Finanzierungen, die kurzfristig verfügbar sind und die schnell über die akuten Liquiditätsengpässe hinweg helfen.

Den Wareneinkauf finanzieren

Um den Wareneinkauf zu finanzieren, bedient sich eine Vielzahl von Unternehmen den bei Lieferanten so unbeliebten Lieferantenkrediten. Diese führen jedoch bei den Lieferanten bei häufiger Inanspruchnahme zu Liquiditätsengpässen, wie auch bei den einkaufenden Unternehmen zu einer schlechten Verhandlungsposition bezüglich den Konditionen des Wareneinkaufes. 

Wareneinkaufsfinanzierung als Alternative

  • Wareneinkaufsfinanzierung bedeutet die Übernahme des Produkteinkaufs durch den Einkaufsfinanzierer für Ihre Kunden, die Warenabnehmer sind.
  • Der Warenabnehmer sucht sich dabei sein gewünschtes Produkt beim Lieferanten aus.
  • Der Einkaufsfinanzierer wird informiert und bestellt das Produkt beim Lieferanten.
  • Sie veräußert das Produkt an den Abnehmer und bezahlt den Lieferanten unverzüglich nach Rechnungsstellung unter Inanspruchnahme des Skontos.
  • Der Einkaufsfinanzierer übersendet eine Rechnung an den Abnehmer mit einem Zahlungsziel von bis zu 4 Monaten.

Kosten?

Die Anbieter haben i.d.R. ein flexibles Gebührensystem, das heißt, dass die Stundungsgebühren für die Verlängerungszeiträume für den jeweiligen Kunden gesondert ermittelt werden. Je nach Bonität und Umsatzvolumen sind die Gebühren für die 3 Stundungszeiträume, wie nachfolgend dargestellt, gestaffelt:

Beispiel einer Kalkulation:

  • vom 01.          bis   30. Tag, keine Gebühr
  • vom 31.          bis   60. Tag, 0,50 % bis 1,25 %
  • vom 61.          bis   90. Tag, 0,75 % bis 1,50 %
  • vom 91.          bis 120. Tag, 1,00 % bis 1,75 %

Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist, dass die Rechnung innerhalb der Gebührenzeiträume flexibel zurückgezahlt werden kann. Das bedeutet, die Gebühren berechnen sich auf die tatsächlich in Anspruch genommenen Verlängerungstage. Dies ermöglicht die Liquidität des Unternehmens optimal zu steuern und die Verbindlichkeiten gegenüber dem Einkaufsfinanzierer an dem für das Unternehmen optimalen Zeitpunkt zurückführen.

Erfolgskomponenten bei der Wareneinkaufsfinanzierung beim Abnehmer und beim Lieferanten

Erfolgskomponenten beim Abnehmer (Kunde):

  • Die Abnehmer erhalten einen Zahlungsaufschub von bis zu 4 Monaten. 
  • Die Unternehmen können den Betrag flexibel bezahlen.
  • Eine Zinszahlung muss nur für wirklich in Anspruch genommenen
    Zahlungsaufschübe erfolgen.
  • Neue Einkaufsfinanzierungsgeschäfte  sind bis maximal 12 Mal im Jahr möglich.
  • Durch Einkaufsfinanzierung wird die Verhandlungsposition des Abnehmers gegenüber seinen Lieferanten verbessert.
  • Schonung bestehender Kreditlinien und Sicherheiten bei der Hausbank.
  • Darüber hinaus kann sich bei Einkaufsfinanzierung, je nach Zielsetzung des Abnehmers, ein zusätzlicher Vorteil gegenüber anderen Finanzierungsinstrumenten ergeben.

Erfolgskomponenten beim Lieferanten:

  • Bei der Durchführung von einer Einkaufsfinanzierung treten keine Zahlungsverzögerungen mehr beim Abnehmer auf. Der Lieferant erhält sofort nach der Lieferung sein Geld.
  • Damit besteht auch kein Risiko eines Forderungsausfalls mehr.
  • Mahnverfahren und Rechtsverfolgungskosten entfallen damit ebenfalls.
  • Dadurch verbessert sich die Liquidität beim Lieferanten. Aus diesem Grunde kann der bisherige Kontokorrentkredit geschont oder auf den tatsächlichen Bedarf zurück gefahren werden. 
  • Dadurch verbessert sich das Rating des Unternehmens. Dies führt wiederum dazu, dass er leichter insbesondere langfristige Kredite von seiner/n Bank/en für wichtige Investitionsentscheidung erhalten kann. 

Einkaufsfinanzierung - Bedarf

Aus Sicht der Abnehmers:

  • Kunde sendet "Liquiditätsprobleme", jeder Einkauf belastet seine Liquidität, Zusatzliquidität wird für die Wachtstumsfinanzierung benötigt,
  • Hohes und/oder schnelles Umsatzwachtsum
  • Es werden längere Vorfinanzierungszeiten benötigt
  • Lange Liefer- oder Produktionszeiten müssen überbrückt werden
  • Die eingeräumte Kontokorrentlinie ist zu knapp, der Kunde benötigt eine Ergänzung zu seiner Banklinie
  • Der Kunde möchte unternehmerisch unabhängig von der Bank, der Marktlage und/oder seiner Kreditversicherung Waren einkaufen
  • Die Zahlungsströme sind nicht ausreichen koordiniert (Saison- und Projektspitzen, schwankende Rohstoffpreise etc.)
  • Sicherheiten sind bereits gebunden um die bestehende KK-Linie zu erhöhen.

Aus Sicht des Lieferanten:

  • Überschreitung der Zahlungsziele durch seine Kunden, Lieferanten wollen freie Liquidität für weiteres Umsatzwachstum generieren
  • Das Risiko aus Lieferantenkrediten reduzieren

Was kann mit einer Einkaufsfinanzierung nicht dargestellt werden:

  • Einkaufsfinanzierung anderer vorzufinanzierender Kosten wie z.B. Löhne, Gehälter, Miete etc.
  • Kunden, die eine ungenügende Bonität aufweisen und/oder nicht über einen Kreditversicherer versicherbar sind
  • Kunden, deren Lieferanten/Lieferungen nicht versicherbar sind
  • Import-Geschäfte sind grds. darstellbar, aber immer Einzelfallentscheidung

Einkaufsfinanzierung - Kosten

Reverse Factoring

Funktionsweise und Vorteile von Reverse Factoring. 

Reverse Factoring ist eine Form von Factoring, bei der der Factor/Finanzdienstleister die Zahlung des Abnehmers gegenüber seinem Lieferanten vorfinanziert. Der Kunde des Factors/Finanzdienstleisters ist der Abnehmer. Ihm geht es insbesondere darum, seine Verbindlichkeiten gegen die (Haupt-)Lieferanten vorzufinanzieren  - und zwar bankenunabhängig.

Dabei bezahlt der Factor/Finanzdienstleister nach einer Rechnungsverifikation durch den Abnehmer die Lieferantenrechnungen sofort und nach Möglichkeit unter Abzug von Skonto.

Aufgrund des regresslosen Forderungsverkaufs durch die Lieferanten gewähren diese dem Abnehmer längere Zahlungsziele - abgestimmt auf das zur Verfügung stehende Limit.

Am Ende der Zahlungszielperiode zahlt der Abnehmerdie Rechnung direkt an den Factor/ Finanzdienstleister. Zusätzlich werden ihm die Gebühren/Zinsen für die Vorfinanzierung in Rechnung gestellt.

Woran erkennt man einen potentiellen Reverse-Kunden?

  • Konzentration auf wenige Lieferanten
  • Kürzere Zahlungsziele auf der Kreditorenseite als Debitorenseite ==> Liquiditätsbedarf
  • Ziel des Kunden, bankenunabhängige Alternativfinanzierung in Anspruch zu nehmen
  • Teure Bankenfinanzierung
  • Wachstum bzw. knappe Kontokorrent-Linien

Voraussetzungen:

  • Mindesteinkaufvolumen mit den in Frage kommenden Lieferanten > 5 Mio. Euro p.a.
  • Gute Bonität des Abnehmers/Kunden
  • Forderungen des Lieferanten dürfen nicht abgetreten sein

Aufgrund der globalen Präsenz des Factors/Finanzdienstleisters kann der Sitz des Lieferanten sowohl in Deutschland als auch im Ausland sein.

Einkaufsfinanzierung vs. Factoring

 


Wareneinkaufsfinanzierung

 FACTORING

Wesen  

 Einkaufsfinanzierung

 Ankauf von Forderungen

Services  

Vorfinanzierung

 Finanzierung, 
 Delkredereübernahme

Größenordnung  

 ab 50.000 EUR bis 10 Mio. EUR
 Einkaufsvolumen


 Ab 100.000 Euro JU darstellbar
 

Vorlaufzeit 

 2-4 Wochen

  Bis zu 4 Monate

Vertragslaufzeit  

 unbefristet, jederzeit vom Kunden
 kündbar

  Mindestlauftzeit:1 Jahr

Nutzungsquote  

 flexible, unternehmerische  
 Entscheidung 
 je Bestellung,
 auch Einzelabwicklung möglich

 definierte Debitoren werden 
 angedient

Bilanzeffekte  

 Kennzahlenoptimierung beim
 Kunden, 
 Bilanzverkürzung beim Lieferanten

 Bilanzverkürzung und damit EK-
 Quoten-Verbesserung

Finanzierungsquote 

 100%

 80 - 100%


Kostensatz    

 
Abhängig vom Skontobetrag 

 
 0,5 - 4%

Debitorenmanagement  

 Kein Effekt    

 

Entlastung zu erwarten, Kunden 
 sind i.d.R. über Verkauf der  
 Forderung informiert

Kreditorenmanagement  

 Verbesserte Lieferantenbeziehung, 
 erhöhte Bonität

 Kein Effekt

Branchen

 in allen Branchen und  
 Unternehmensgrößen einsetzbar

 Fast alle Unternehmensgrößen und
 Branchen darstellbar

Einzelne Debitoren     – darstellbar
Einzelne Rechnungen – darstellbar

 

 

 

Was ist ein Konsignationslager?

Das Konsignationslager ist ein Warenlager eines Lieferanten oder Dienstleisters, welches sich im Unternehmen des Kunden (Abnehmers) befindet.

Die Ware verbleibt solange im Eigentum des Lieferanten, bis der Kunde sie aus dem Lager entnimmt.

Erst zum Zeitpunkt der Entnahme findet eine Lieferung als Grundlage der Rechnungsstellung statt.

Nachteil: Hohe Kapitalbindungskosten für den Lieferanten!

Die Lösung: Finanzierung des Konsignationslagers durch eine Einkaufsfinanzierer!

1. Schritt

  • Einkaufsfinanzierer erwirbt die Warenlieferung des Lieferanten
  • Diese wird wie gewohnt in ein Konsignationslager des Einkaufsfinanzierers beim Abnehmer geliefert
  • Der Lieferant räumt dem Einkaufsfinanzierer 120 Tage Zahlungsziel ein
  • Über den Factoringpartner erhält der Lieferant umgehend 100% der Warenlieferung bezahlt
  • Schneller und planbarer Liquiditätszufluss

2. Schritt

  • Der Abnehmer entnimmt wie bisher die Waren aus dem Konsignationslager und veräußert diese wie gewohnt an seine Endabnehmer
  • Für die Entnahme der Waren ist ein Zeitraum von 120 Tagen vorgesehen
  • Retouren und nicht entnommene Waren gehen ins weiterhin bestehende Konsignationslager des Lieferanten über

3. Schritt 

  • Der Abnehmer bezahlt wie bisher auch zum vereinbarten Termin, z.B. bis Ultimo, an den Einkaufsfinanzierer

Mindestvoraussetzung ist, dass Ihr Konsignationslager einen

  • Wert von 500.000 € hat.

Letter of Credit

Definition

Das Dokumentenakkreditiv / Letter of Credit ist das Zahlungsversprechen einer Bank (i.d.R. Bank des Importeurs) dem Exporteur gegen Vorlage bestimmter Dokumente, die die bestellte Ware verkörpern, den Kaufpreis der Ware zu zahlen.

Technik

Der Käufer (Auftraggeber) beauftragt seine Bank (Ausstellerbank), sich gegenüber einem Dritten (Empfänger) zur Begleichung des Warenpreises gegen fristgerechte Vorlage der vom Käufer verlangten Dokumente zu verpflichten

Problemstellung

Im Regelfall wird das Akkreditiv auf die eigene Kreditlinie angerechnet und blockiert so über einen bestimmten Zeitraum die Nutzung der Linie

In Höhe der eingereichten Akkreditivsumme.

Hier bieten Fremd-Akkreditive / external LCs, die parallel zur bestehenden Banklinie eröffnet werden die notwendige Flexibilität, die ursprünglich zur Verfügung gestellte Kreditlinie optimal zu nutzen.

Anwendungsmöglichkeiten

  • vorrangig im Überseegeschäft mit Fernost

  • im Neukundengeschäft

  • zur Abdeckung erhöhter wirtschaftlicher und politischer Risiken

  • bei mangelndem gegenseitigen Vertrauen.

Vorteile für Exporteur

  • Zahlung gesichert

  • Zeitpunkt der Gutschrift bekannt

  • Möglichkeit der Refinanzierung über den LC

Vorteile für Importeur

  • Lieferung gesichert

  • Bis zur Bezahlung der Ware durch das Akkreditiv muss der Importeur

  • Keine eigene Liquidität einsetzen.

  • Zeitpunkt der Zahlungsverpflichtung exakt definiert

  • Durchsetzung von Lieferkonditionen (z.B. QS) Vorteil bei externer Warenfinanzierung via Finanzpartner:

  • Nichtinanspruchnahme der eigenen Kreditlinie

  • Flexibilität im Cash Flow Management

  • Ausweitung des Zeitfensters zur Optimierung von Zahlungsströmen

  • Schaffung einer alternativen Finanzierungsquelle

  • keine langfristige Bindung an den Finanzpartner

  • ggf. kostengünstigere Finanzierung gegenüber der Hausbank

Vorteil bei externer Warenfinanzierung via Finanzpartner

  • Nichtinanspruchnahme der eigenen Kreditlinie

  • Flexibilität im Cash Flow Management

  • Ausweitung des Zeitfensters zur Optimierung von Zahlungsströmen

  • Schaffung einer alternativen Finanzierungsquelle

  • Keine langfristige Bindung an den Finanzpartner

  • Ggf. kostengünstigere Finanzierung gegenüber der Hausbank

LC | Standardverfahren

Ein Dokumenten

  • selbstschuldnerisches,
  • abstraktes,
  • bedingtes Zahlungsversprechen der Bank eines Importeurs,

in der diese sich gegenüber dem Exporteur einer Ware verpflichtet, bei Vorlage akkreditivkonformer Dokumente Zahlung zu leisten.

  • Abstrakt bedeutet, dass das Zahlungsversprechen der Bank rechtlich losgelöst vom Grundgeschäft ist und selbständig neben dem Kaufvertrag steht.
  • Bedingt bedeutet, dass die Erfüllung des Zahlungsversprechens an Bedingungen geknüpft ist, die immer dokumentärer Natur sind.

Der Käufer erhält durch diese Form der Abwicklung die Gewissheit, dass er nur zahlen muss, wenn der Verkäufer die bestellte Ware geliefert hat und dies durch die Vorlage ordnungsgemäßer Dokumente nachgewiesen hat.

Der Verkäufer bekommt die Gewissheit, dass er nach Lieferung der Ware und nach der Vorlage ordnungsgemäßer Dokumente bei der avisierenden (oder, wenn dies zulässig ist, einer anderen) Bank den Verkaufserlös erhält.

Ablauf eines Dokumenten-Akkreditivs

Grundlage ist zunächst der Abschluss eines Kaufvertrags mit der Zahlungsbedingung Dokumenten-Akkreditiv. 

Der Importeur einer Ware (Akkreditivsteller) beauftragt seine Hausbank damit, unter seiner Rückhaftung ein Akkreditiv zugunsten des Exporteurs (Begünstigter) zu eröffnen.

Dies setzt voraus, dass der Importeur bei der Hausbank über eine entsprechende Kreditlinie verfügt.

  • Genau hier greift das LC Partnermodell ein, dass entweder die eigene Linie geschont wird oder keine eigene Linie temporär von der Bank nicht zur Verfügung gestellt wird 

Die Bank des Importeurs (= eröffnende Bank) eröffnet das Akkreditiv unwiderruflich zu Gunsten des Exporteurs. Hierbei bedient sie sich zur Abwicklung einer Bank im Land des Exporteurs (= avisierende Bank), die ihr entweder vom Importeur vorgegeben wurde oder ihre Korrespondenzbank ist.

 

Arbeitsschritte im LC Kreislauf (Grundmodell):

1.   Vertrag mit Akkreditivvereinbarung (Kaufvertrag)
2.   Akkreditiveröffnungsantrag des Importeurs an seine Bank
3.   Akkreditiveröffnung an die Bank des Exporteurs
3a. Direktes Zahlungsversprechen an Exporteur
4.   Akkreditivavisierung durch die Bank des Exporteurs
5.   Warenversand/Lieferung
6.   Einreichung der Dokumente bei der avisierenden Bank
7.   Nach Prüfung der Dokumente Auszahlung an Exporteur
8.   Weiterleitung der Dokumente an eröffnende Bank unter Belastung des
      Dokumentengegenwertes sowie Gebühren
9.   Weiterleitung der Dokumente an den Importeur unter Belastung des 
      Dokumentengegenwertes Gebühren + Spesen


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